Landesehrennadel für Ulla Schneider

Mosbachs Stadtgarten ist für viele Bürgerinnen und Bürger der Großen Kreisstadt eine unverzichtbare Oase im Alltagsstress. Wie viel ehrenamtliche Arbeit dahinter steckt, die nicht von der öffentlichen Hand geleistet werden kann, ist jedoch nicht jedem bewusst. Über 20 Jahre engagierte sich Ulla Schneider im Förderverein für den Stadtpark Mosbach. Zur Würdigung ihrer vielfältigen Verdienste erhielt sie dieser Tage im Rahmen eines Empfangs im Rathaus die Ehrennadel des Landes BadenWürttemberg.

„Gerne hätten wir Sie bereits 2013 zusammen mit der Verleihung der Landesehrennadel an die damaligen Vorsitzenden Jürgen Jacoby und Bertold Hergenröder ausgezeichnet‘, startete Oberbürgermeister Michael Jann mit einer Rückblende. Die Richtlinien des Landes hätten damals einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Ich werde das umso lieber nun nachholen‘, unterstrich der Rathauschef mit Blick auf die „fortwährend treibende Kraft“ des für die Stadt so bedeutsamen Fördervereins.

Stadtpark Mosbach
Jann erinnerte an die Anfänge des heutigen Mosbacher Stadtparks. 1997 fand in Mosbach die 15. baden-württembergische Landesgartenschau (LGS) statt. Aus deren Gelände formte man danach den LGS-Park, der heute die Bezeichnung „Stadtpark“ trägt. Der damals gegründete LGS-Förderverein hat ebenfalls auf diesen Namen umfirmiert. Sehr bald kam Ulla Schneider hinzu und brachte sich an vielen Stellen in das Vereinsleben mit ein.
Nicht zuletzt durch die Aktivitäten des Vereins sei es gelungen, das Gelände nachhaltig zu einem „Wohlfühlort für Jung und Alt“ zu entwickeln, beschrieb es Jann. Der Park sei „Erlebnis- und Lernangebot für Kinder, Jugendliche und Erwachsene‘, aber gleichzeitig auch „Entspannungsoase für eine Auszeit aus dem Alltag“. Erhebliche finanziell Mittel habe der Verein durch Beiträge und Spenden zum Erhalt und zur Erweiterung „der unterschiedlichsten Verweil- und Bewegungsangebote“ in der „attraktiven Grünanlage“ eingeworben, so Jann.

Organisation
Ulla Schneider hatte ihr Tätigkeitsfeld dabei nicht selten im Hintergrund. Die Menge an Arbeit, die oft gerade hier zu bewältigen ist, fällt meist weniger auf. Für das Gelingen von Projekten ist sie jedoch ungemein wichtig. „Ohne Ihr Mittun wären unzählige Veranstaltungen gar nicht denkbar gewesen‘, stellte OB Jann heraus. Dabei nannte er exemplarisch den „Tag der offenen Gärten‘, der auf Schneiders Initiative zurückging. Dass sie selbst ebenfalls über einen „grünen Daumen“ verfügt, ist kein Geheimnis. Und so zeigte sie auch den eigenen Garten bei
diesem Anlass immer wieder gerne.

Im Vorstand des Fördervereins bekleidete Ulla Schneider 18 Jahre das Amt der Schriftführerin. Bei bekannten Veranstaltungen wie dem „Lichterfest“ oder dem „Spielblütenfest“ und anderem mehr brachte sie sich um Organisationsteam mit ein. Ebenso plante sie Gartenreisen, Kräuterwanderungen und Fachvorträge. Die Mitgliederwerbung gehörte beinahe selbstredend ebenfalls zu ihren Schwerpunkten.

Verdiente im Ehrenamt
Aus den Händen von Oberbürgermeister Michael Jann erhielt die verdiente Ehrenamtliche die Urkunde, welche Ministerpräsident Winfried Kretschmann „in Würdigung langjähriger Verdienste im Ehrenamt“ ausgefertigt hatte. Von ihrer gemeinsam mit dem engsten Familienkreis gekommenen Tochter wurde die Ehrennadel angebracht. In ihrer Dankesansprache erinnerte sich die Geehrte an einige Erlebnisse in und mit dem Stadtpark. Große Bedeutung hätten die Parkfeste gehabt, anlässlich derer sie bei freiwilligen Helfer/innen „so manchen Kuchen für den Verein erbettelt“ habe. Ehrenamtliche zu motivieren, sich kontinuierlich gemeinnützig zu engagieren, sei nicht immer leicht, habe ihr aber viel Freude gemacht.
Und daran knüpfte auch die kleine Laudatio an, welche die Vorsitzende des Fördervereins Stadtpark Mosbach, Birgit Dallinger, noch folgen ließ. Sie würdigte Ulla Schneider als außergewöhnlich verlässliche Stütze der Vereinsarbeit über Jahrzehnte hinweg. Ihren Rat in so manchen Fragen hole man auch weiterhin gerne ein.
Neue ehrenamtliche Mitstreiter/innen zu finden sei auch für den Förderverein notwendig, um den Vereinszweck dauerhaft erfüllen zu’ können. Die neue Trägerin der Landesehrennadel sei ein Vorbild für gemeinnütziges Engagement, wie man es immer seltener finde. „Es ist wirklich nicht selbstverständlich‘, resümierte Dallinger den beständigen Einsatz von Ulla Schneider. (frh)

Verleihung Ehrennadel