Mosbach blühte „im Rampenlicht“

Vor 25 Jahren wurde die Landesgartenschau 1997 in der Großen Kreisstadt mit großem Bahnhof eröffnet – Bleibende Impulse

Es war ein Jahrhundert-Ereignis für Mosbach – in einer Zeit, als man mit derlei Begrifflichkeiten noch nicht so inflationär umging, wie das heutzutage mitunter der Fall ist. Sogar das Wetter spielte mit, als vor 25 Jahren, am 25. April 1997 in der Großen Kreisstadt die Eröffnung der Landesgartenschau gefeiert wurde. 
Bei herrlichem Wetter konnte Oberbürgermeister Gerhard Lauth seinerzeit verkünden, dass Mosbach nicht nur dem Slogan entsprechend blühe, sondern vielmehr sogar strahle.

„Mit dem heutigen Tag tritt unser Mosbach über die 15. Landesgartenschau ins Rampenlicht“, befand Lauth vor zahlreichen hochkarätigen Gästen, die sich den Startschuss des Ausnahme-Ereignisses nicht entgehen lassen wollten. Und jenen Startschuss vollzog die Stadtmauergarde dann sogleich auch hörund sichtbar, wenngleich der berichtende RNZ-Redakteur sich damals „ein wenig mehr Pulver im Geschütz“ gewünscht hätte. Laut(h)stark für das Gemeinschaftswerk
Landesgartenschau warb alsdann das Stadtoberhaupt, den Wir-Gedanken explizit betonend: „Wir haben es geschafft“, erklärte Gerhard Lauth, der dann gemeinsam mit Ministerin Gerdi Staiblin das Eröffnungsband durchtrennen durfte. Die wiederum war die erste Frau, die eine Landesgartenschau in Baden-Württemberg eröffnete, bei allen 14 Schauen zuvor war dieses Ritual fest in Männerhand gewesen. Irgendwie tickten die Uhren früher eben doch noch ein bisschen anders. Die Ministerin (für Ländlichen Raum) zeigte sich indes überzeugt: „Die traditionsreiche Stadt Mosbach wird durch die Landesgartenschau noch attraktiver“. Nicht nur für die Mosbacher selbst, sondern auch für die vielen Gäste sei ein bleibendes Stück „gepflanzter, gehegter und gebauter“ Kultur geschaffen worden, so Staiblin. Mit rund sechs Millionen Mark hatte das Land die Anstrengungen Mosbachs in der Konzeption und Umsetzung der Landesgartenschau 1997 unterstützt. Und natürlich auch die flankierenden Maßnahmen wie etwa den Aus- und Umbau der B 27 maßgeblich bezuschusst.

Dass von Mosbach aus nun kräftige Impulse ins Land strahlen werden, das prophezeite bei der Eröffnung in der kurz zuvor als Kultur- und Tagungszentrum
wiederbelebten Alten Mälzerei der Präsident der Förderungsgesellschaft für die baden-württembergischen Landesgartenschauen, Volker Kugel. Über die Ent-
wicklung der Landesgartenschau „aus dem Bestand“ heraus freute wiederum Jürgen Gehrung, Gärtnerei-Verbands-vorsitzender. Und, dass trotz eines lan-
gen Winters zuvor alles auf den Punkt zum Blühen gebracht werden konnte. Wie viel Arbeit bis dahin nötig war, verdeutlichte damals Dr. Klaus-Dieter
Roos. Für den LGS-Geschäftsführer war der 25. April 1997 natürlich ein besonderer Festtag. Nach aufreibenden Tagen und Monaten zuvor war alles angerich-
tet, Mosbach präsentierte sich blühend, bunt, vielfältig. In der Freude über die Eröffnung schwang demnach auch große Erleichterung mit. Den Gästen am Er-
öffnungstag folgten in den kommenden 170 Tagen bis Mitte Oktober rund 900 000 weitere, meist angetane Besucher.

Mosbach blühte „im Rampenlicht“